Computerwoche, 49/2003
Den Königsweg gibt es nicht
Mitarbeiterbeurteilung: Verfahren von der Stange enttäuschen
von Hans Königes
Auszug
"Gerade in den Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnik
drehte sich in den vergangenen Jahren das Personalkarussel schnell. Viele
Unternehmen, die entlassen mussten, sehen sich nicht imstande, die Leistung
ihrer Mitarbeiter zu überprüfen.
In den großen Unternehmen denken die Firmenleitungen verstärkt
daran, die Gehälter zu variabilisieren. Das bestätigte auch
Vergütungsprofi Dirk Ewert auf dem CW-Kongress "IT meets Business"
in München. Um die fixen Vergütungsbestandteile zugunsten der
variablen zurückfahren zu können, müssen Meßgrößen
eingeführt oder auch erweitert werden, denn der bewegliche Gehaltsbestandteil
ist nach nachvollziehbaren Kriterien auszuzahlen. Auch Mittelständler
arbeiten an ihren Beurteilungs- und Vergütungssystemen. Viele haben
schon Beurteilungsverfahren eingeführt und sind dabei, diese nach
den ersten Erfahrungen zu verfeinern. Andere starten erst damit, etwa
der Münchner IT-Dienstleister Comet Computer. Dessen Chefin, Sissi
Closs, hofft, dass so ein System einen zusätzlichen Motivationsschub
bringt. Sie möchte Mitarbeiter, die sich überdurchschnittlich
engagieren, besser be- und entlohnen, will aber durch ein derartiges System
auch eine stärkere Dienstleistungsmentalität und das unternehmerische
Denken ihrer Beschäftigten fördern."
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