manager magazin, 05/2001 - Auszug

"Ruhe im Sturm"

Lebensqualität: Der Arbeitsdruck wächst ins Unermessliche, Krankheit und Depression sind die Folgen. Nur wenigen Managern gelingt es, mit dem Stress zurechtzukommen. Was machen sie anders? Wie gelingt es, Arbeitslast mit Lebenslust zu verbinden?

von Holger Rust

Ellen Galinsky, Vorsitzende des New Yorker "Families and Work Institute" befragte 1999 Kinder in einer großen Studie. Und fand dies heraus: Kinder wünschen sich, dass ihre Eltern im Beruf glücklich sind. Daher sollten Väter und Mütter dem Nachwuchs auch vermitteln, dass ihnen der Job Spaß macht und ihre Arbeitswelt den Kindern zeigen.

Wie Sissi Closs (47) es tut. Sie hat 1987 eine Fachfirma für Technische Dokumentation gegründet und mit 38 Jahren ihren Sohn Tim geboren. "Es war nicht immer einfach, berufliche Ambitionen und mütterliche Emotionen unter einen Hut zu bringen", räumt sie ein.

Und wie macht sie das? Hält sie sich einen Hausmann? Nein. Ihr Mann ist ebenfalls selbstständig, kann sich zwar die Zeit relativ gut einteilen, aber auch nicht immer. Und so hat sie, wenn es gar nicht anders ging, ihren Sohn schon als Kleinkind gelegentlich mit auf Dienstreisen genommen.

Natürlich kann eine berufstätige Mutter nicht ständig ihr Kind zu Terminen oder ins Büro schleppen. Betreuung muss organisiert werden, auch der Vater muss sich um den Nachwuchs kümmern. Aber selbst wenn alles optimal geregelt ist, wird es schwierige Situationen geben: Wenn zum Beispiel das Kind krank wird und beide Eltern gerade keine Zeit haben.

Es kommt darauf an, sagt Sissi Closs, "den Druck nicht noch durch ein schlechtes Gewissen zu verstärken". Dann müsse man sich klarmachen, dass in jeder Familie Probleme auftauchten, auch da, wo der Ernährer regelmäßig um acht Uhr das Haus verlasse und um fünf schon wieder da sei.

...

Pressestimmen

 

     
 

Home | Impressum

Comet® und das Comet-Logo sind eingetragene Marken
der Firmen Comet Computer GmbH und Comet Communication GmbH.